Pflege und Sicherheit

So hält Ihr Akku länger – und so erkennen Sie, wann er nicht mehr benutzt werden sollte.

Richtig lagern und laden

40–50 %Ladung bei längeren Pausen[1]
10–25 °Ctrocken lagern, nicht in praller Sonne, nicht im Kühlschrank[1]
  • Bei längeren Pausen bei Bedarf auf etwa 50 % nachladen.[1]
  • Nicht leer fahren – eine Tiefentladung verkürzt die Lebensdauer.[1]
  • Wärme beschleunigt die Alterung: Je 10 °C mehr verdoppelt sich die Alterungsgeschwindigkeit ungefähr.[2]
  • Nur mit einem geeigneten Ladegerät laden; die Hinweise des Geräteherstellers gelten weiter.

Warnzeichen erkennen

Bei richtiger Nutzung sind Lithium-Akkus sicher. Diese Anzeichen bedeuten: nicht mehr benutzen, nicht öffnen.[3]

  • Aufgebläht oder verformtDas Gehäuse wölbt sich, Teile passen nicht mehr.
  • Zischen oder GeruchDer Akku gast aus.
  • Flüssigkeit oder Ablagerungenan den Polen oder am Gehäuse.
  • Beschädigt oder ungewöhnlich heißRisse, Dellen oder starke Erwärmung.

Was tun?

  1. Bei Rauch, Zischen, Funken oder Flammen: Abstand halten, den Raum verlassen und die Feuerwehr unter 112 rufen.
  2. Den Akku aus dem Gerät nehmen und nicht mehr laden.
  3. Die Pole abkleben.
  4. Ihn an einem sicheren, nicht brennbaren Ort lagern.
  5. Rufen Sie uns an, statt den Akku zu verschicken – beschädigte Akkus nicht versenden.[3]

Akkus nicht selbst öffnen oder reparieren

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung warnt ausdrücklich: Batterien sollen nicht geöffnet, manipuliert oder auf andere Weise verändert werden. Dabei können die Schutzeinrichtungen zerstört werden – mit der Folge von Wärmeentwicklung, Entzündung oder Explosion.[4]

Auch beim Verbinden von Zellen kann zu viel Wärme den Separator beschädigen und einen internen Kurzschluss auslösen.[4] Zellhersteller schreiben deshalb das Punktschweißen statt Löten vor.[5]

Unsere Empfehlung: Lassen Sie einen defekten Akku von einem Fachbetrieb prüfen und neu bestücken, der mit geeigneter Ausrüstung und Schutzmaßnahmen arbeitet. So arbeiten wir

Transport und Versand

Lithium-Akkus gelten beim Versand als Gefahrgut. Beschädigte, aufgeblähte oder ungewöhnlich heiß gewordene Akkus dürfen nicht eigenständig verschickt werden. Batterien und Akkus gehören außerdem nicht in den Hausmüll.

Quellen (5)
  1. Umweltbundesamt: Lithium-Batterien und Lithium-Ionen-Akkus (Umwelttipps für den Alltag). Link
  2. C. Kairies: Batteriealterung. Vortrag, Universität Paderborn, 2019. Link
  3. Umweltbundesamt: Sachgemäßer Umgang mit Lithium-Batterien und -Akkus. Link
  4. Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV): DGUV Information 205-041 „Brandschutz beim Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien“, Ausgabe Februar 2024, Abschnitt 4.2 (S. 20: Wärmeeintrag beim Kontaktieren) und 4.3 (S. 23: Batterie nicht manipulieren/„reparieren“). Link
  5. Panasonic: Spezifikation der Lithium-Ionen-Zelle NCR18650B („Do not directly solder to the battery“, Verbindung per Punktschweißen) sowie Sanyo/Panasonic Safety Data Sheet SDS-IBT-00026 (2018). Link

Zeigen Sie uns Ihren Akku

Ein Foto vom Akku und vom Typenschild sowie eine kurze Fehlerbeschreibung genügen für eine erste Einschätzung.