Pflege und Sicherheit
So hält Ihr Akku länger – und so erkennen Sie, wann er nicht mehr benutzt werden sollte.
Richtig lagern und laden
- Bei längeren Pausen bei Bedarf auf etwa 50 % nachladen.[1]
- Nicht leer fahren – eine Tiefentladung verkürzt die Lebensdauer.[1]
- Wärme beschleunigt die Alterung: Je 10 °C mehr verdoppelt sich die Alterungsgeschwindigkeit ungefähr.[2]
- Nur mit einem geeigneten Ladegerät laden; die Hinweise des Geräteherstellers gelten weiter.
Warnzeichen erkennen
Bei richtiger Nutzung sind Lithium-Akkus sicher. Diese Anzeichen bedeuten: nicht mehr benutzen, nicht öffnen.[3]
- Aufgebläht oder verformtDas Gehäuse wölbt sich, Teile passen nicht mehr.
- Zischen oder GeruchDer Akku gast aus.
- Flüssigkeit oder Ablagerungenan den Polen oder am Gehäuse.
- Beschädigt oder ungewöhnlich heißRisse, Dellen oder starke Erwärmung.
Was tun?
- Bei Rauch, Zischen, Funken oder Flammen: Abstand halten, den Raum verlassen und die Feuerwehr unter 112 rufen.
- Den Akku aus dem Gerät nehmen und nicht mehr laden.
- Die Pole abkleben.
- Ihn an einem sicheren, nicht brennbaren Ort lagern.
- Rufen Sie uns an, statt den Akku zu verschicken – beschädigte Akkus nicht versenden.[3]
Akkus nicht selbst öffnen oder reparieren
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung warnt ausdrücklich: Batterien sollen nicht geöffnet, manipuliert oder auf andere Weise verändert werden. Dabei können die Schutzeinrichtungen zerstört werden – mit der Folge von Wärmeentwicklung, Entzündung oder Explosion.[4]
Auch beim Verbinden von Zellen kann zu viel Wärme den Separator beschädigen und einen internen Kurzschluss auslösen.[4] Zellhersteller schreiben deshalb das Punktschweißen statt Löten vor.[5]
Unsere Empfehlung: Lassen Sie einen defekten Akku von einem Fachbetrieb prüfen und neu bestücken, der mit geeigneter Ausrüstung und Schutzmaßnahmen arbeitet. So arbeiten wir
Transport und Versand
Lithium-Akkus gelten beim Versand als Gefahrgut. Beschädigte, aufgeblähte oder ungewöhnlich heiß gewordene Akkus dürfen nicht eigenständig verschickt werden. Batterien und Akkus gehören außerdem nicht in den Hausmüll.
Quellen (5)
- Umweltbundesamt: Lithium-Batterien und Lithium-Ionen-Akkus (Umwelttipps für den Alltag). Link
- C. Kairies: Batteriealterung. Vortrag, Universität Paderborn, 2019. Link
- Umweltbundesamt: Sachgemäßer Umgang mit Lithium-Batterien und -Akkus. Link
- Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV): DGUV Information 205-041 „Brandschutz beim Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien“, Ausgabe Februar 2024, Abschnitt 4.2 (S. 20: Wärmeeintrag beim Kontaktieren) und 4.3 (S. 23: Batterie nicht manipulieren/„reparieren“). Link
- Panasonic: Spezifikation der Lithium-Ionen-Zelle NCR18650B („Do not directly solder to the battery“, Verbindung per Punktschweißen) sowie Sanyo/Panasonic Safety Data Sheet SDS-IBT-00026 (2018). Link
Zeigen Sie uns Ihren Akku
Ein Foto vom Akku und vom Typenschild sowie eine kurze Fehlerbeschreibung genügen für eine erste Einschätzung.